Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren sind beide lebensnotwendig. Auf das Verhältnis zueinander kommt es an. In einer typischen westlichen Ernährung verschiebt es sich deutlich zugunsten der Omega-6-Fettsäuren — sie stecken reichlich in Sonnenblumen-, Distel- und Maiskeimöl, in Fertigprodukten und in Fleisch aus konventioneller Haltung.
Warum das Verhältnis eine Rolle spielt
Vereinfacht gesagt: Aus Omega-6-Fettsäuren bildet der Körper eher Botenstoffe, die Entzündungsprozesse anschieben, aus Omega-3-Fettsäuren eher solche, die sie wieder beruhigen. Beides wird gebraucht — eine Entzündung ist zunächst eine sinnvolle Reaktion. Problematisch wird es, wenn das Anschieben dauerhaft überwiegt.
Man spricht dann von stillen Entzündungen: Sie tun nicht weh, verursachen kein Fieber und bleiben oft jahrelang unbemerkt. Spürbar werden sie eher indirekt — als Gelenk- oder Muskelbeschwerden, als anhaltende Müdigkeit, als allgemeines Unwohlsein.
Was der Test misst
Es genügt ein einziger Blutstropfen aus der Fingerkuppe, aufgetragen auf eine Testkarte. Aus diesem Trockenblut lassen sich bestimmen:
- das Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis
- der Omega-3-Index
- ein Wert zur mentalen Stärke
- der Zellschutzwert
- die Zellfluidität — wie durchlässig und beweglich die Zellmembranen sind
- elf einzelne Fettsäuren
Der Test ist kein Selbstzweck. Interessant wird er erst dadurch, dass sich aus dem Ergebnis konkrete Schritte ableiten lassen.
Und dann?
Aus den Werten erstelle ich eine individuelle Ernährungsempfehlung. Häufig geht es weniger darum, etwas hinzuzufügen, als darum, bestimmte Öle im Alltag zu ersetzen. Ergänzend arbeite ich mit hochwertigen Balance-Ölen — einer Kombination aus Fisch- beziehungsweise Algenöl und Olivenöl.
Nach einigen Monaten lässt sich der Test wiederholen. Dass eine Veränderung messbar wird, motiviert erfahrungsgemäß mehr als jede allgemeine Empfehlung.
Für wen das interessant sein kann
Menschen mit wiederkehrenden Muskel- und Gelenkbeschwerden, mit Magen-Darm-Problemen, mit anhaltender Stressbelastung oder depressiven Verstimmungen — und alle, die einfach wissen möchten, wo sie stehen.
Ein Hinweis, der mir wichtig ist: Der Test ersetzt keine ärztliche Diagnostik, und er ist kein Ersatz für eine laufende Behandlung. Er ist ein Baustein, der sich gut mit anderen kombinieren lässt.